Günter Freiherr von Gravenreuth

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Veröffentlicht von Pierce | Kategorie: Netzpolitik, Netzwelt | Datum: 22:02:2010

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Eine der bekanntesten Persönlichkeiten der IT Szene hat seinem Leben ein Ende gesetzt: Wie der Bayrische Rundfunk berichtet hat sich Günter Freiherr von Gravenreuth in seiner Wohnung erschossen.

Bekannt war von Gravenreuth vor allem für seine Tätigkeit als Abmahnanwalt, bei der man ihm immer wieder zweifelhafte Methoden unterstellte. Zuletzt wurde er in einem ähnlichen Zusammenhang wegen Betrugs zu einer Haftstrafe von 14 Monaten verurteilt (Wikipedia schlüsselt das gut auf).

Sein Tod wird nun erst einmal für einigen Wirbel sorgen doch wenig Einfluss auf die Abmahnwellen haben. Trotzdem sollte man die Geschehnisse in der nächsten Zeit im Blick haben.

Internetsperren

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Veröffentlicht von Pierce | Kategorie: Blogosphäre, Datenwut, Internet, Netzpolitik, Netzwelt | Datum: 17:02:2010

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Er hat es getan.

Und was kann man jetzt tun?

  • Es findet vor dem Schloss Bellevue jetzt gerade eine Demonstration statt.
  • Außerdem kann man den Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung unterstützen (siehe Eselohr oben rechts)
  • Ansonsten ist das hier vielleicht noch interessant.

Die GEZ, Foren und ehrliche Meinungen.

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Veröffentlicht von Pierce | Kategorie: Blogosphäre, Computer, Internet, Netzpolitik, Netzwelt, Politik, Radio | Datum: 03:02:2010

Wie der eine oder andere sicher bereits gelesen hat, hat die Gebühreneinzugszentrale nun ein eigenes Forum eröffnet.
Wozu? Damit User ihre Meinung zu GEZ abgeben können. Jawohl, das ist ja sonst auch noch nirgendwo geschehen.

Nun aber hat Korrupt, der eine oder andere kennt ihn noch von gulli, einen sehr knackigen Blogpost veröffentlicht, dessen Fazit alleine es schon wert ist hier erwähnt zu werden. Lesebefehl!

Verquickungen zwischen dem Parlameter und Lobbyisten

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Veröffentlicht von Blohmi | Kategorie: Blogosphäre, Fliegende Ratten mit Radar, Netzpolitik, Politik | Datum: 25:06:2009

Das “Parlameter”, eine Seite des ZDF auf der man das Abstimmungsverhalten von Bundestagsabgeordneten überwachen kann, hat vor kurzem einen Grimme Online Award bekommen.

Und ich muss sagen: Das gesamte Angebot ist echt gut gemacht. Guter Aufbau, viele Informationen, leicht verständlich. Aber als ich die Seite schon gerade wieder schließen wollte, dachte ich mir, ich könnte ja mal schauen wieviele Leute vom ZDF denn an sowas arbeiten.

Parlameter-Polixea Bei einem Blick ins Impressum fiel mir dann jedoch auf, dass dort eine externe Firma ihre Finger im Spiel hat, nämlich die “POLIXEA Deutschland GmbH”, die für die “Datenaufbereitung” zuständig ist.

Polixea? Da klingelt doch irgendwas. Nach kurzem Grübeln kam ich dann auch darauf:

Polixea war Teil des Unternehmesnetzwerks des JU-Mitglieds Klemens J., zu dem unter anderem auch die Lobby-Agentur Eutop International gehört.

Diese Firma wirbt unter anderem mit dem Werbespruch “Chancen wahren. Risiken ausschalten”. Es bestand also eine nicht von der Hand zu weisende Verbindung zwischen Polixea und einer “Interessensvertretung” (=Lobbyagentur).

Auch wenn der Name Polixea mittlerweile an die Trupoli AG übergegangen ist und diese aus dem alten Portal eine Seite für Politikerprofile gemacht hat, hat der Name Polixea eine nicht gerade weiße Weste. Und trotzdem ist es für die “Datenaufbereitung” in einem Portal einer öffentlich-rechtlichen Sendeanstalt zuständig. Eine ungünstige Verbindung.

Ein anderer Teil der “dunklen Vergangenheit” von Polixea ist auf Lobbycontrol.de und netzpolitik.org zu finden: In einem interessanten Artikel werden auf Lobbycontrol die Verbindungen der Polixea GmbH beleuchtet, wobei ein großer Teil auf einem Artikel aus der Sueddeutschen Zeitung beruht.

Dieser Artikel ist jedoch nicht mehr erreichbar. Warum? Klemens J. hat sich gerichtlich gegen Behauptungen aus dem Artikel gewehrt, weshalb die SZ den Artikel offline genommen hat. Auf netzpolitik.org gab es jedoch ein Zitat aus dem Artikel, der jedoch gekürzt wurde.

Warum? Eine Aufforderung der SZ. Gründliche Arbeit, muss man ganz klar sagen. Auch im Google Cache ist nichts zu finden.

Vielleicht sollte man mal eine Mail an das ZDF schicken und sie fragen, wie weit POLIXEA seine Hände dort im Spiel hat.

E-Petition gegen Internetzensur

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Veröffentlicht von Pierce | Kategorie: Blogosphäre, Computer, Datenwut, Internationale Sicherheit, Internet, Netzpolitik, Politik | Datum: 04:05:2009

BT Seit heute ist die E-Petition zur Ablehnung der Änderung des Telemediengesetzes vom 22. April 2009 online.

Wer also einen Teil dazu beitragen möchte, dass das Internet ein freies Medium bleibt, der sollte sich schnell registrieren (falls er nicht schon hat) und die Petition mitzeichnen.

Hier geht es lang.

Internetzensur und eine gelungene Protestaktion

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Veröffentlicht von Pierce | Kategorie: Blogosphäre, Computer, Datenwut, Internationale Sicherheit, Internet, Netzpolitik, Netzwelt, Politik | Datum: 22:04:2009

Der Titel lässt wenig Platz für Spekulationen. Es geht wieder um die liebe Internetzensur.

Der Gesetzentwurf, der jetzt ins Kabinett eingebracht wurde und heute beschlossen wurde unterscheidet sich maßgeblich von dem Vertrag, der mit den Providern geschlossen wurde.

So sollen IPs protokolliert und ggf. dem BKA übermittelt werden und die Sperren sollen auf mehr Seiten angewandt werden.

Es wird also nicht nur das Internet zensiert, sondern nunmehr auch die Grundlage geschaffen um den Bürger gezielt zu verfolgen, wenn er eine solche Seite aufrufen möchte.
Allerdings ist ja die Liste der gesperrten Adressen geheim. Womöglich hat der User nur auf einen Link geklickt o.Ä..

Genau wie bei der Vorratsdatenspeicherung handelt es sich deshalb wieder um eine Generalverdächtigung aller Nutzer des Internets.

Aber was tun? Es gäbe da z.B. eine schöne Protestaktion der Jungs von Spreeblick. Außerdem wird da heute gestreikt (würde hier keinen Sinn machen, da hier eh nix los ist).

Ich halte den geehrten Leser natürlich auf dem Laufenden. Es empfiehlt sich auch Twitter, das ist noch eine Ecke schneller.

Die Internetsperren umgehen

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Veröffentlicht von Pierce | Kategorie: Bilder, Blogosphäre, Computer, Datenwut, Internationale Sicherheit, Internet, Netzpolitik, Netzwelt, Software | Datum: 17:04:2009

Vorwort: Ich möchte keinen Kindesmissbrauch gutheißen. Ich verabscheue solche Gewalttaten gegenüber Schutzbedürftigen und fordere ebenso wie viele Andere ein konsequentes Vorgehen solche Straftäter.

Allerdings ist die Internetzensur, wie sie jetzt vereinbart wurde, kein Heilmittel gegen diese Machenschaften. Das Umgehen dieser Zensur ist kinderleicht und auch für den Laien in wenigen Minuten machbar.

 

Constanze Kurz vom Chaos Computer Club hat es treffend formuliert: “Man kann sich das Internet wie einen Kiosk vorstellen, wo Filme, Bilder, Musik und eben auch Kinderpornographie zu haben ist. Was die Bundesregierung macht, ist nicht etwa den Kiosk mit den Kinderpornos zu schließen, sondern einen Zaun drum herum zu errichten und ein Schild dranzuhängen ‘Hier gibt es Kinderpornos’” [Ich habe das Zitat vorhin im Radio gehört, es kann also zu kleinen Abweichungen in der Wortwahl gekommen sein]

 

Wie einfach die Sperre zu umgehen ist, sieht man hier.

Da es sich um eine DNS Sperre handelt, muss man lediglich einen anderen DNS Server als den eines zensierenden Anbieters nutzen. Es bieten sich die DNS Server von OpenDNS oder vom FoeBuD e.V. an.

 

 

Windows XP:

1Nutzer von Microsoft Windows XP müssen lediglich die Systemsteuerung öffnen und dort das Icon “Netzwerkverbindungenn” wählen.

 

In dem Fenster “Netzwerkverbindungen” wählt man die gewünschte Verbindung aus und wählt “Eigenschaften”.

 

 

Dann erhält man folgendes Fenster:

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Hier scrollt man ganz nach unten bis zum Punkt “Internetprotokoll (TCP/IP)”, markiert diesen Eintrag und klickt auf “Eigenschaften”.

 

 

 

 

 

 

 

Das folgende Fenster sieht dann wie folgt aus:

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Hier muss nur noch der Punkt “Folgende DNS-Serveradresse verwenden” angeklickt werden und schon kann man einen eigenen DNS-Server angeben, über den künftig die Verbindungen laufen.

 

 

 

 

Hier ein Beispiel mit dem DNS-Server vom FoeBuD e.V.:

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Ein Klick auf “OK”, beim nächsten Fenster auf “Schließen” und schon hat man die Internetsperre von Frau von der Leyen in weniger als fünf Minuten umgangen.

 

 

 

 

 

 

 

Mac OS X:

Hier muss man nur in die Systemeinstellungen gehen und Netzwerk auswählen.

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Dort wählt man nun den gewünschten Netzwerkadapter aus und klickt auf “Weitere Optionen”.

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Unter dem Reiter DNS klickt man auf das “+” unten links und trägt den DNS Server ein. Danach bitte auf “OK” klicken.

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Ein Klick auf “Anwenden” und schon ist auch der Mac-User befreit von der Zensur.

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Man sieht also, dass man innerhalb weniger Minuten die Sperre umgehen kann.

Wieso dann diese Aufregung? Weil man diese Sperrungen zum Gesetz machen möchte und man befürchten muss, dass diese Zensur früher oder später ausgeweitet wird auf andere Bereiche des Internets (oder anderen Medien).

Sie ist nicht nur unwirksam für das Erreichen des von der Politik genannten Zieles (Verhinderung des Konsums von kinderpornographischem Material), sondern sie schafft auch noch die Grundlage für eine Zensur der Medienlandschaft der Bundesrepublik.

 

Mein Vorschlag: Eine gut ausgestattete Polizei, die das Problem an der Wurzel packen und die Ersteller, Händler und Konsumenten verfolgen und der Gerichtsbarkeit zuführen kann.

Ade, freies Internet

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Veröffentlicht von Pierce | Kategorie: Blogosphäre, Computer, Datenwut, Internationale Sicherheit, Internet, Kulturbolschewismus, Netzpolitik, Netzwelt, Politik | Datum: 17:04:2009

Heute wurden die Verträge unterzeichnet, auf deren Grundlage fünf große deutsche Provider das Internet in spätestens einem halben Jahr zensieren.

Bei den Providern handelt es sich um:

T-Com

Arcor/Vodafone

Hansenet/Alice/AOL

Kabel Deutschland

Telefonica/O²

 

Diese Provider leiten dann die Anfrage zu den betreffenden Seiten mit Hilfe der DNS Server um auf ein Stoppschild (Link zum Artikel auf heise.de).

 

Was spricht gegen eine solche Sperre?

Ja, ich weiß: Kinderpornographie ist böse. Diesem Satz stimme ich natürlich voll zu.
Allerdings entbehrt diese Sperrung jeglicher gesetzlicher Grundlage und schafft gleichzeitig die Voraussetzung für eine Internetzensur nach chinesischem Vorbild.

Man denke hier nur einmal an die Mautbrücken, die “nur zur Abrechnungszwecken” aufgestellt wurden und nunmehr auch zur Verfolgung von Straftaten eingesetzt werden dürfen.

Es ist nur eine Frage der Zeit, bis die Infrastruktur zu weiteren Maßnahmen eingesetzt wird.

 

Was kann ich tun, wenn ich von einer solchen Sperre betroffen bin?

Das Umgehen dieser Sperre ist sehr einfach. Die Anfragen zu gesperrten Seiten werden vom DNS Server des Providers “fehlgeleitet”.
Es reicht also der Eintrag eines alternativen DNS Servers. Den Rest kann man sich schnell googlen.

Eine andere Methode ist eine Kündigung. Laut Chaosradio ist bei vielen Providern die Zensur mit einer Änderung der AGB verbunden. Stimmt man mit der Änderung nicht überein, kann man einfach und fristlos seinen Vertrag kündigen. Informationen zu Providern die nicht zensieren finden sich unter http://zensurprovider.de.

 

Eine schöne Abwandlung der Grafik von der Bundesfamilienministerin habe ich beim Caschy gefunden, der sie wiederum von Angst.se hat (eben kam nur eine .htaccess-Abfrage):

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Kleiner Nachtrag: Hatte sich der Fehlerteufel eingeschlichen: Vodafone/Arcor sind dieselben Jungs und O² gehört zu Telefonica. Ist jetzt bereinigt.

Feedburner – Umzug mit Hindernissen

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Veröffentlicht von Pierce | Kategorie: Alles Grün?, Blogosphäre, Hass, Internationale Sicherheit, Internet, Kulturbolschewismus, Netzpolitik, Netzwelt | Datum: 28:01:2009

Wir nutzen Feedburner um etwas Übersicht in den RSS-Feed zu bekommen.
Und Feedburner wird derzeit zu Google umgezogen.

Damals, im August, hieß es, es könne zu Störungen kommen. Ich dachte man habe diese in einem Vierteljahr gelöst gekriegt, aber dem war scheinbar nicht so:Google Feedburner

Drei Mal habe ich es gestern Abend probiert, beim vierten Anlauf dann klappte es dann.
Nun werden nur leider keine aktuellen Zahlen zum Feed angezeigt, aber auch das wird sich hoffentlich geben. Ich bin gespannt!

Sicherheitslücke? *update*

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Veröffentlicht von Pierce | Kategorie: Alles Grün?, Blogosphäre, Datenwut, Fliegende Ratten mit Radar, Internationale Sicherheit, Muuh!, Netzpolitik, Netzwelt | Datum: 25:09:2008

Ich stieß heute bei der Durchsicht der Statistiken dieses Blogs auf einen Referrer eines Anbieters von Websitestatistiken.

Einfach mal das Ding angeklickt und ich landete dann auf den Statistiken dieses Nutzers (glücklicherweise eine befreundete Website deren Betreiber ich auch kenne).
Außerdem war das ganze so konstruiert, dass man einfach beliebige Benutzernamen des Anbieters eingeben konnte und schon war man in den Statistiken des anderen Nutzers. Kein Passwortschutz, nichts.

Wenigstens waren die IP-Adressen nicht vollständig einzusehen, aber trotzdem sah ich es als eine Art Missstand an, dass die Statistiken einfach über das Web abrufbar sind.

Mal sehen, was auf meinen freundlichen gemailten Hinweis hin passiert.

Update: Hier die Antwort, direkt kopiert, vollquote

Das ist kein Fehler, sondern ist so gewollt. Es gibt eine Reihe

statsitikserices mit öffebtlichen statistiken. Die beutzer können selbst

entscheiden ob ihre statistik öffentlich sein soll.”

Mal ehrlich: Für eine geschäftliche Email ist das vielleicht doch etwas wenig, mindestens von der Form her.
Aber ich stell schon wieder Ansprüche….

Aber ich frage gern nochmal nach, ob die Option mit dem Verheimlichen von Statistiken existiert.