GEZ mahnt ab *Update*

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Veröffentlicht von Pierce | Kategorie: Netzpolitik, Netzwelt, Politik | Datum: 24:08:2007

Ich bin zwar nicht der erste Blogger, der den Vorfall dokumentiert, aber es erscheint mir trotzdem  nötig.

Der Hintergrund:

Auf Akademie.de konnte man sich bislang zahlreiche Berichte über die GEZ  durchlesen.

Auch gab es dort Voragen für Widerrufe etc.

Nun schrob die GEZ einen Brief an die Beitreiber von akademie.de und mahnte diese ab.

Ziel: Akademie.de soll fortan keine falschen oder missverständlichen  (aus der Sicht der GEZ) Begriffe mehr verwenden.

Weiter gibt es eine Liste mit den Begrifflichkeiten und den aus der Sicht der GEZ angemesseneren Begriffen.

Darunter finden sich Worte wie “GEZ-Anschreiben” (Vorschlag seitens GEZ:Informationsschreiben der GEZ und/oder Schreiben, mit dessen Hilfe der gesetzliche Auskunftsanspruch des § 4 Abs. 5 RGebStV geltend gemacht wird”) oder auch “GEZ-Anmeldung” (Vorschlag der GEZ: “gesetzlich vorgesehene Anmeldung von zum Empfang bereit gehaltener Rundfunkgeräte”).

Klasse, wie den Bürgern solches Beamtendeutsch aufgezwungen wird, oder?

Man hätte es auch einfach bei den Sätzen belassen können, die dort standen, denn die versteht Otto Normal wenigstens.

Andererseits kann ich auch den GEZ’schen Unmut über Begriffe wie “Kopfprämie”  (Vorschlag GEZ: “Provision des Beauftragtendienstes der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten oder der Rundfunkgebührenbeauftragten”) durchaus verstehen. Aber wieso solche Un-Sätze? Wie wäre es mit “Provision” oder vlt. “Provision des Beauftragten”?

Akademie.de hat nun die betreffenden Artikel zu der Meldung über die Abmahnung verlinkt.

Weitere Berichte zu dem Thema finden sich hier:

heise.de

Spiegel Online

gulli.com

netzpolitik.org

Blogpiloten.de

golem.de

jurablogs.de

Die Liste ist lang (und die Berichterstattung kritisch, wie man sieht, wenn man die Artikel durchgelesen hat).

Update:  Wie heise.de berichtet schaltet die GEZ nun etwas zurück, nachdem die Reaktionen auf das Vorgehen so heftig waren. Wer sagt denn, dass man nichts mit dem Web erreichen kann?

Mesh-Netzwerke

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Veröffentlicht von Pierce | Kategorie: Netzwelt | Datum: 23:08:2007

Gerade eben bei Netzpolitik gelesen: Am 15. und 16. September findet in Graz ein Wireless Community Weekend statt.

Sinn der Sache: Erfahrungsaustausch bei freien Projekten und Informationen über den aktuellen Entwicklungsstand von Mesh Routing Protokollen.

Mesh Netze sind sowieso sehr toll: Ein Netzwerk, was sich selbstständig verwaltet und sich der Nutzerzahl dahingehend anpasst, dass die Nutzer selbst auch die Infrastruktur bereitstellen. Dadurch wird nicht nur die Netzwerklast stark reduziert, sondern die Netzwerke sind auch sehr stark ausfallsicher, weil sie ja eine hohe Redundanz haben. Fällt ein Teil des Netzwerkes aus, werden die Pakete anders geroutet.

Tolle Sache.

Aber ich sehe dennoch Schwierigkeiten. Das spätere normale Netzwerk dürfte analog hierzu aufgebaut sein: Mesh-Netzwerk

(Bild: Wikipedia)

Das wird aber wieder bedeuten, dass sich mit der Redundanz nichts getan hat. Für ein wirklich redundantes Netzwerk müsste man nicht nur einen Zugang zum Internet haben. Die gesamte Redundanz des Netzwerkes nützt nichts, wenn alles wieder auf einen einzigen Knotenpunkt hinaus läuft.

Dann kann man auch wieder bei einem Infrastruktur-Netzwerk bleiben, denn dort sind die Stromkosten nicht so hoch.

Ein weiteres Problem sehe ich noch in der Praxis: Wenn wirklich viele Leute das Netzwerk nutzen, wie zuverlässig wird dann das Routing sein?

Es reicht ja, wenn ein Netzwerkknoten, also ein Nutzer, ausfällt bzw. offline geht. Die neue Route für die Daten muss blitzschnell gefunden werden, damit kein Verbindungsverlust droht (bzw. eigentlich passiert dies ja so oder so, wenn auch nur kurzzeitig). Nebenbei: Wie viele Nutzer werden über einen einzigen Knoten geroutet werden?

Irgendwie paradox: Größeres Netzwerk –> mehr Redundanz weil mehr Routen

Aber gleichzeitig: Größere Wahrscheinlichkeit, dass eine Route ausfällt. Heißt das, dass sich das Netzwerk irgendwann selber blockiert?

Ich bin mal gespannt, wie all diese Probleme so gelöst werden, dass einem wirklich großen Netzwerk nichts mehr im Wege steht.

trashmall.de verbindet (sich)

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Veröffentlicht von Pierce | Kategorie: Netzwelt, Politik | Datum: 19:08:2007

Es gibt viele andere, ansprechende und nette, informative und überhaupt sehenswerte Seiten im Internet.

Einige davon habe ich ja bereits hier in den Beiträgen erwähnt, aber ich möchte nun einige dazu bewegen, sich doch mal etwas mehr in der Welt umzuschauen.

Wo fängt man am besten an? Klar, bei trashmall.de. Hier sind ja auch schon einige Links versammelt, darunter die Seiten von Blohmi, oder auch die des Arbeitskreises Vorratsdatenspeicherung. Letztere ist auch über das Eselsohr zu erreichen.

Aber es gibt ja noch viel viel mehr Seiten. Diese erreicht man am einfachsten mit Suchmaschinen, die nämlich die lästige Arbeit des Katalogisierens übernehmen.

Google stellt dabei wohl die erste Wahl vieler Menschen dar. Ich gebe ja zu, dass die Suchmaschine nicht schlecht ist, von den Trefferquoten. Allerdings ist das Unternehmen wegen seiner Indexierungspolitik von allem, was sich finden lässt, in Verruf geraten. Einfach mal nach “google = datenkrake” googlen.

Als Alternativen wären der Leitfaden von iMilly.com (Achtung: auf englisch) oder aber die ebenfalls gelobte Suchmaschine ask.com zu nennen (findet sich auch in den Links dort rechts).

Das Internet steckt aber ja noch voller weiterer Informationen. Da wären die Webseiten der großen deutschen Zeitungen, wie z.B. Bild. Da wir uns aber ja alle über die Qualität dieser Seite im Klaren sein sollten, möchte ich gleich den Bildblog mit empfehlen.

Überhaupt lohnt es sich eigentlich nur, Bild aufgrund des Amusements zu besuchen (“30 Mafia Killer in Deutschland. Sie tarnen sich als Kellner und Pizzabäcker” war eben gerade der Aufmacher :D).

Statt Bild bitte lieber echte wunderbar seriöse Nachrichten lesen. Zum Beispiel bei der Tagesschau oder beim Onlineauftritt des Spiegels oder des Pinneberger Tagesblatts.

Nagut, lassen wir das. Wirklich empfehlenswert sind aber noch immer die Neue Züricher Zeitung und natürlich die tageszeitung.

Dazu gesellen sich dann noch zahlreiche reine Onlinemedien wie die Netzeitung, gulli, oder die Klassiker Heise und Golem.

So ausgerüstet kann man dann auf die Welt oder die Welt losgelassen werden.

Meinetwegen auch noch auf ganz andere Welten, Werte und Wesen.

Ich wünsche dann viel Spaß bei einem kurzen Ausflug ins Netz.

Das Omen

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Veröffentlicht von Pierce | Kategorie: Netzwelt, Politik | Datum: 17:08:2007

Da oben rechts. Das ist es. Das Omen. Das Feindbild. Das Damoklesschwert.

Das ist der Rollstuhlfahrer und Innenminister, das ist der Wolfgang Schäuble.

Genauer gesagt sein Abbild auf dem Eselsohr des Arbeitskreises Vorratsdatenspeicherung.

Ja, wer ist eigentlich dieser Schäuble?

Zunächst einmal wäre da natürlich seine Homepage zu konsultieren , die schon einige interessante Ding über den Herren berichtet.

Da wäre das Interview des Innenministers mit der superILLU (Link, PDF) , in der klar gestellt wird, dass dieser Stasi-Vergleich völlig überzogen ist.

Hilfreich ist sicher auch immer die Wikipedia. Auch dort kennt man ihn und hat einen Artikel geschrieben, den ich recht interessant finde. Dort sind auch viele schöne Links, z.B. dieser oder dieser.

Was spuckt die Suchmaschine noch aus? Achja, der Herr ist ja Politiker. Da darf der Eintrag unter bundestag.de nicht fehlen: Link. Ein tolles Bild übrigens, genau wie dieses.

Nun habt ihr ja mal wieder was zu lesen.

Was tun wenn es brennt?

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Veröffentlicht von Pierce | Kategorie: Netzwelt | Datum: 17:08:2007

Naja, eigentlich ein reißerischer Titel.

Denn, es brennt ja nicht. Noch nicht. Aber es qualmt immerhin schon.

Der Überwachungsstaat rückt näher und wir müssen uns gegen ihn wappnen.

Den Präventionsstaat haben wir ja immerhin schon, wir haben Videoüberwachung, Vorratsdatenspeicherung und die Vorstöße von unserem liebsten Innenminister sind auch nicht gerade für die Rechtsstaatlichkeit förderlich.

Mit dem Herrn Schily hatten wir es ja schwer, aber mit dem Rollifahrer sind noch mehr Menschen weiter ins Fadenkreuz der Justiz gerückt worden.

Aus diesem Grunde möchte ich alle dazu auffordern, sich politisch zu engagieren und sich für ihre Bürgerrechte einzusetzen.

Durch die Überwachung von Computern oder öffentlichen Plätzen sind die Bürgerrechte schon genug eingeschnitten worden.

Videoüberwachung schränkt die Bewegungsfreiheit eben doch ein – wer verhält sich noch ganz natürlich, wenn er weiß oder denkt, dass er beobachtet wird?

Wenn der Datenverkehr im Internet mitgespeichert wird (mal von den neuerlichen Ideen von Herrn Schäuble abgesehen), wo bleibt dann der freie Gedankenaustausch?

Denkt mal drüber nach!

Interessant dazu sind unter Anderem folgende Links:

http://gulli.com

http://blog.kairaven.de

http://korrupt.biz

http://piratenpartei.de