Ich bin zwar nicht der erste Blogger, der den Vorfall dokumentiert, aber es erscheint mir trotzdem nötig.
Der Hintergrund:
Auf Akademie.de konnte man sich bislang zahlreiche Berichte über die GEZ durchlesen.
Auch gab es dort Voragen für Widerrufe etc.
Nun schrob die GEZ einen Brief an die Beitreiber von akademie.de und mahnte diese ab.
Ziel: Akademie.de soll fortan keine falschen oder missverständlichen (aus der Sicht der GEZ) Begriffe mehr verwenden.
Weiter gibt es eine Liste mit den Begrifflichkeiten und den aus der Sicht der GEZ angemesseneren Begriffen.
Darunter finden sich Worte wie “GEZ-Anschreiben” (Vorschlag seitens GEZ: “Informationsschreiben der GEZ und/oder Schreiben, mit dessen Hilfe der gesetzliche Auskunftsanspruch des § 4 Abs. 5 RGebStV geltend gemacht wird”) oder auch “GEZ-Anmeldung” (Vorschlag der GEZ: “gesetzlich vorgesehene Anmeldung von zum Empfang bereit gehaltener Rundfunkgeräte”).
Klasse, wie den Bürgern solches Beamtendeutsch aufgezwungen wird, oder?
Man hätte es auch einfach bei den Sätzen belassen können, die dort standen, denn die versteht Otto Normal wenigstens.
Andererseits kann ich auch den GEZ’schen Unmut über Begriffe wie “Kopfprämie” (Vorschlag GEZ: “Provision des Beauftragtendienstes der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten oder der Rundfunkgebührenbeauftragten”) durchaus verstehen. Aber wieso solche Un-Sätze? Wie wäre es mit “Provision” oder vlt. “Provision des Beauftragten”?
Akademie.de hat nun die betreffenden Artikel zu der Meldung über die Abmahnung verlinkt.
Weitere Berichte zu dem Thema finden sich hier:
Die Liste ist lang (und die Berichterstattung kritisch, wie man sieht, wenn man die Artikel durchgelesen hat).
Update: Wie heise.de berichtet schaltet die GEZ nun etwas zurück, nachdem die Reaktionen auf das Vorgehen so heftig waren. Wer sagt denn, dass man nichts mit dem Web erreichen kann?



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