Heute wurden die Verträge unterzeichnet, auf deren Grundlage fünf große deutsche Provider das Internet in spätestens einem halben Jahr zensieren.
Bei den Providern handelt es sich um:
T-Com
Arcor/Vodafone
Hansenet/Alice/AOL
Kabel Deutschland
Telefonica/O²
Diese Provider leiten dann die Anfrage zu den betreffenden Seiten mit Hilfe der DNS Server um auf ein Stoppschild (Link zum Artikel auf heise.de).
Was spricht gegen eine solche Sperre?
Ja, ich weiß: Kinderpornographie ist böse. Diesem Satz stimme ich natürlich voll zu.
Allerdings entbehrt diese Sperrung jeglicher gesetzlicher Grundlage und schafft gleichzeitig die Voraussetzung für eine Internetzensur nach chinesischem Vorbild.
Man denke hier nur einmal an die Mautbrücken, die “nur zur Abrechnungszwecken” aufgestellt wurden und nunmehr auch zur Verfolgung von Straftaten eingesetzt werden dürfen.
Es ist nur eine Frage der Zeit, bis die Infrastruktur zu weiteren Maßnahmen eingesetzt wird.
Was kann ich tun, wenn ich von einer solchen Sperre betroffen bin?
Das Umgehen dieser Sperre ist sehr einfach. Die Anfragen zu gesperrten Seiten werden vom DNS Server des Providers “fehlgeleitet”.
Es reicht also der Eintrag eines alternativen DNS Servers. Den Rest kann man sich schnell googlen.
Eine andere Methode ist eine Kündigung. Laut Chaosradio ist bei vielen Providern die Zensur mit einer Änderung der AGB verbunden. Stimmt man mit der Änderung nicht überein, kann man einfach und fristlos seinen Vertrag kündigen. Informationen zu Providern die nicht zensieren finden sich unter http://zensurprovider.de.
Eine schöne Abwandlung der Grafik von der Bundesfamilienministerin habe ich beim Caschy gefunden, der sie wiederum von Angst.se hat (eben kam nur eine .htaccess-Abfrage):
Kleiner Nachtrag: Hatte sich der Fehlerteufel eingeschlichen: Vodafone/Arcor sind dieselben Jungs und O² gehört zu Telefonica. Ist jetzt bereinigt.


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