Werbeanrufe

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Veröffentlicht von Pierce | Kategorie: Datenwut, Gewalttätigkeiten | Datum: 08:06:2010
Im März 2009 beschloss der Bundestag ein Gesetz zur Stärkung der Verbraucherrechte bei Werbeanrufen. Seitdem hat die Anzahl der Werbeanrufe zwar stark abgenommen, aber trotzdem erreichen viele Menschen nach wie vor fast täglich Werbeanrufe.
Vorhin hatte ich auch das Vergnügen wieder einmal ein sprachgestörtes Gegenüber zu haben: Niemand meldete sich. Da viele sich wundern wie das sein kann und auch einige wilde Theorien dazu kursieren (“die möchten, dass man zurückruft und verwickeln einen dann in ein teures Gespräch!”), möchte ich einfach mal kurz die Technik erläutern, die dahinter steckt.

Wie funktionieren Werbeanrufe?
Eine Firma beauftragt in der Regel einen Kommunikationsdienstleister, meist ein Callcenter (es gibt aber auch andere, die z.B. gleichzeitig noch andere Dienste übernehmen). Dieser übergibt der Auftraggeber eine Datenbank mit Adress- bzw. Telefondaten.
In der Firma sitzen Leute, so genannte Agenten, die diese ausgehenden Anrufe (Outbound-Calls genannt) abarbeiten.
Es ist natürlich viel zu teuer und zu aufwendig einen Call-Center-Agent jede Nummer einzeln anwählen zu lassen (und zu warten, ob jemand ran geht). Daher werden automatisierte Systeme eingesetzt, bei denen die Telefonanlage mehrere Nummern gleichzeitig anruft. Derjenige, der als erstes abnimmt, hat ‘verloren’ und wird vom Agent ‘bedient’. So einfach ist das. Eine populäre Software für die Anwahl ist ttCall.

Wie kommen die Firmen an die Adressdaten?
Die Adressen werden meist ganz einfach gesammelt: Gewinnspiele. So bekommt man schnell eine ganze Menge persönliche Daten der gewünschten Zielgruppe. Diese kann man dann verkaufen oder auch selbst nutzen. Also denkt beim nächsten Mal darüber nach, wenn ihr eure Adresse auf eine Postkarte schreibt und in die Lostrommel werft.

Wie wird man einen lästigen Anrufer wieder los?
Es lohnt sich nicht den Anrufer anzuschreien oder zu beleidigen. Die Jungs und Mädels sind abgebrüht und das perlt ab wie Wasser von der Wagenschmiere, die unser Verteidigungsminister im Haar hat.
Einfach das Produkt oder das Gespräch ablehnen und im Notfall schlichtweg auflegen. Man sollte sich nicht kurzfristig entschuldigen und sagen, dass man später wieder angerufen wird: Die Telefonsysteme können auch das handlen und man wird später wieder angerufen.

Wie schützt man sich vor Werbeanrufen?
Es gibt die sog. Robinsonliste, in der sich Verbraucher mit ihren Daten eintragen können. Seriöse Callcenter nehmen sich dieses zu Herzen und man wird nicht mehr angerufen oder sonstwie gestört.

Woran erkenne ich wer mich anruft?
Das ist leider nicht ganz einfach. Man kann einen Dienst wie whocallsme nutzen und dort nach der Nummer schauen (es müssen ja dank des eingangs erwähnten Gesetzes alle Werbeanrufer ihre Nummer anzeigen), aber da ein Dienstleister für verschiedene Firmen arbeiten kann, ist eine eindeutige Zuordnung oft nicht möglich, da sich die Dienstleister ja mit dem Namen der Auftraggeber melden.

Ich habe für einige Rufnummern mittlerweile Sperren in meiner Telefonanlage programmiert. Dadurch ist die Anzahl der Anrufe schon erheblich kleiner geworden.

Bilder der eigenen Seite mit Google finden

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Veröffentlicht von Pierce | Kategorie: Bilder, Blogosphäre, Datenwut, Internet | Datum: 01:06:2010

Über Gilly bin ich auf eine sehr Anleitung gestoßen, wie man mit Hilfe von Google nach Bildern sucht, die von der eigenen Seite stammen.

Ich bin mir zwar nicht sicher wie hoch der Anteil ist den man da findet, aber zumindest einen Versuch ist es wert.

Alles ist die Noppe

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Veröffentlicht von Pierce | Kategorie: Datenwut, Filme | Datum: 20:04:2010

Ein 1984-Lego-Stopmotion-Mixup, verdammt gut gemacht und zurecht ausgezeichnet mit dem “Deutschen Multimediapreis – mediale Bildwelten” ausgezeichnet.

Das Lego System ist unmenschlich. Eingezwängt in feste Strukturen, immer in den gleichen Bahnen, mit einem gezwungenen Grinsen auf dem Gesicht: So sieht der Alltag aus in einem Alltag, der von der Noppe diktiert wird. Mit hundert Doppelgängern im Gleichschritt fällt es schwer, die Hoffnung auf ein besseres Dasein ohne den ewigen Noppenzwang nicht zu verlieren, vor allem, wenn man der Einzige ist, dem das permanente Dauerlächeln nicht schon festgefroren ist. Wie kann der Ausbruch gelingen, wenn die Noppe doch so omnipräsent ist?

Aber seht selbst:

Alles ist die Noppe from nichtgedreht on Vimeo.

(via gillyberlin)

Mein Vertrauen in Avira.

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Veröffentlicht von Pierce | Kategorie: Blogosphäre, Datenwut, Internet, Kulturbolschewismus, Netzwelt, Software | Datum: 30:03:2010

Ich habe früher lange auf Avira als Antivirenprogramm gesetzt, doch seit einiger Zeit nehme ich lieber Avast. Bessere Performance, keine Werbung und ebenso kostenlos.

Und heute erst habe ich einen neuen Grund entdecken dürfen nicht mehr Avira einzusetzen: Klickt man auf avast.eu landet man automatisch auf avira.com. Das ist doch eindeutig bewusste Irreführung der weniger versierten Nutzer.
Avast hat einen sehr schönen Artikel dazu in seinem Blog veröffentlicht.

Ich kann nun nur noch jedem anraten von Avira zu Avast zu wechseln, denn mit einer solchen Bande möchte man doch eigentlich nichts zu tun haben. Gerade ein einem Bereich wo es auf Vertrauen ankommt muss einem als Anbieter doch klar sein, dass man nicht mit solchen Mitteln um Kunden kämpfen kann.

via Caschy im Twitter

Feedburner is burning my feed. *Update*

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Veröffentlicht von Pierce | Kategorie: Blogosphäre, Computer, Datenwut, Kulturbolschewismus | Datum: 27:03:2010

Feedburner hat den letzten Artikel einfach ignoriert. Also muss dieser hier herhalten um näher zu untersuchen woran das liegen mag.

Habe mein Plugin (Feedsmith) deaktiviert, Feedburner angepingt und wieder aktiviert. Nun geht es wieder.

Internetsperren

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Veröffentlicht von Pierce | Kategorie: Blogosphäre, Datenwut, Internet, Netzpolitik, Netzwelt | Datum: 17:02:2010

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Er hat es getan.

Und was kann man jetzt tun?

  • Es findet vor dem Schloss Bellevue jetzt gerade eine Demonstration statt.
  • Außerdem kann man den Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung unterstützen (siehe Eselohr oben rechts)
  • Ansonsten ist das hier vielleicht noch interessant.

Google Streetview Auto verwanzt

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Veröffentlicht von Pierce | Kategorie: Alles Grün?, Blogosphäre, Datenwut, Netzwelt | Datum: 07:02:2010

Heute morgen beim Isotopp gesehen und direkt geschmunzelt:

Ein Google Auto parkt in Berlin und ein paar Geistesgegenwärtige versehen das Gefährt mit einem GPS Tracker. Das Beste: Sie visualisieren nun die Strecke vom Street View Fahrzeug auf einer Google Map.

Ich fand immer, dass das unvermittelte Auftreten von Google in Form seiner Fahrzeuge dafür sorgt, dass man nie größere Protestaktionen auf Street View entdecken kann. Wenn nun die Position, zumindest dieses einen Fahrzeuges bekannt ist, dann könnte sich das bald ändern.

E-Petition gegen Internetzensur

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Veröffentlicht von Pierce | Kategorie: Blogosphäre, Computer, Datenwut, Internationale Sicherheit, Internet, Netzpolitik, Politik | Datum: 04:05:2009

BT Seit heute ist die E-Petition zur Ablehnung der Änderung des Telemediengesetzes vom 22. April 2009 online.

Wer also einen Teil dazu beitragen möchte, dass das Internet ein freies Medium bleibt, der sollte sich schnell registrieren (falls er nicht schon hat) und die Petition mitzeichnen.

Hier geht es lang.

Internetzensur und eine gelungene Protestaktion

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Veröffentlicht von Pierce | Kategorie: Blogosphäre, Computer, Datenwut, Internationale Sicherheit, Internet, Netzpolitik, Netzwelt, Politik | Datum: 22:04:2009

Der Titel lässt wenig Platz für Spekulationen. Es geht wieder um die liebe Internetzensur.

Der Gesetzentwurf, der jetzt ins Kabinett eingebracht wurde und heute beschlossen wurde unterscheidet sich maßgeblich von dem Vertrag, der mit den Providern geschlossen wurde.

So sollen IPs protokolliert und ggf. dem BKA übermittelt werden und die Sperren sollen auf mehr Seiten angewandt werden.

Es wird also nicht nur das Internet zensiert, sondern nunmehr auch die Grundlage geschaffen um den Bürger gezielt zu verfolgen, wenn er eine solche Seite aufrufen möchte.
Allerdings ist ja die Liste der gesperrten Adressen geheim. Womöglich hat der User nur auf einen Link geklickt o.Ä..

Genau wie bei der Vorratsdatenspeicherung handelt es sich deshalb wieder um eine Generalverdächtigung aller Nutzer des Internets.

Aber was tun? Es gäbe da z.B. eine schöne Protestaktion der Jungs von Spreeblick. Außerdem wird da heute gestreikt (würde hier keinen Sinn machen, da hier eh nix los ist).

Ich halte den geehrten Leser natürlich auf dem Laufenden. Es empfiehlt sich auch Twitter, das ist noch eine Ecke schneller.

Die Internetsperren umgehen

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Veröffentlicht von Pierce | Kategorie: Bilder, Blogosphäre, Computer, Datenwut, Internationale Sicherheit, Internet, Netzpolitik, Netzwelt, Software | Datum: 17:04:2009

Vorwort: Ich möchte keinen Kindesmissbrauch gutheißen. Ich verabscheue solche Gewalttaten gegenüber Schutzbedürftigen und fordere ebenso wie viele Andere ein konsequentes Vorgehen solche Straftäter.

Allerdings ist die Internetzensur, wie sie jetzt vereinbart wurde, kein Heilmittel gegen diese Machenschaften. Das Umgehen dieser Zensur ist kinderleicht und auch für den Laien in wenigen Minuten machbar.

 

Constanze Kurz vom Chaos Computer Club hat es treffend formuliert: “Man kann sich das Internet wie einen Kiosk vorstellen, wo Filme, Bilder, Musik und eben auch Kinderpornographie zu haben ist. Was die Bundesregierung macht, ist nicht etwa den Kiosk mit den Kinderpornos zu schließen, sondern einen Zaun drum herum zu errichten und ein Schild dranzuhängen ‘Hier gibt es Kinderpornos’” [Ich habe das Zitat vorhin im Radio gehört, es kann also zu kleinen Abweichungen in der Wortwahl gekommen sein]

 

Wie einfach die Sperre zu umgehen ist, sieht man hier.

Da es sich um eine DNS Sperre handelt, muss man lediglich einen anderen DNS Server als den eines zensierenden Anbieters nutzen. Es bieten sich die DNS Server von OpenDNS oder vom FoeBuD e.V. an.

 

 

Windows XP:

1Nutzer von Microsoft Windows XP müssen lediglich die Systemsteuerung öffnen und dort das Icon “Netzwerkverbindungenn” wählen.

 

In dem Fenster “Netzwerkverbindungen” wählt man die gewünschte Verbindung aus und wählt “Eigenschaften”.

 

 

Dann erhält man folgendes Fenster:

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Hier scrollt man ganz nach unten bis zum Punkt “Internetprotokoll (TCP/IP)”, markiert diesen Eintrag und klickt auf “Eigenschaften”.

 

 

 

 

 

 

 

Das folgende Fenster sieht dann wie folgt aus:

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Hier muss nur noch der Punkt “Folgende DNS-Serveradresse verwenden” angeklickt werden und schon kann man einen eigenen DNS-Server angeben, über den künftig die Verbindungen laufen.

 

 

 

 

Hier ein Beispiel mit dem DNS-Server vom FoeBuD e.V.:

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Ein Klick auf “OK”, beim nächsten Fenster auf “Schließen” und schon hat man die Internetsperre von Frau von der Leyen in weniger als fünf Minuten umgangen.

 

 

 

 

 

 

 

Mac OS X:

Hier muss man nur in die Systemeinstellungen gehen und Netzwerk auswählen.

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Dort wählt man nun den gewünschten Netzwerkadapter aus und klickt auf “Weitere Optionen”.

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Unter dem Reiter DNS klickt man auf das “+” unten links und trägt den DNS Server ein. Danach bitte auf “OK” klicken.

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Ein Klick auf “Anwenden” und schon ist auch der Mac-User befreit von der Zensur.

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Man sieht also, dass man innerhalb weniger Minuten die Sperre umgehen kann.

Wieso dann diese Aufregung? Weil man diese Sperrungen zum Gesetz machen möchte und man befürchten muss, dass diese Zensur früher oder später ausgeweitet wird auf andere Bereiche des Internets (oder anderen Medien).

Sie ist nicht nur unwirksam für das Erreichen des von der Politik genannten Zieles (Verhinderung des Konsums von kinderpornographischem Material), sondern sie schafft auch noch die Grundlage für eine Zensur der Medienlandschaft der Bundesrepublik.

 

Mein Vorschlag: Eine gut ausgestattete Polizei, die das Problem an der Wurzel packen und die Ersteller, Händler und Konsumenten verfolgen und der Gerichtsbarkeit zuführen kann.