D-Link DIR 615 Testbericht

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Veröffentlicht von Pierce | Kategorie: Allgemein | Datum: 17.09.2010

Vor mir steht ein D-Link DIR 615 WLAN Router (ohne Modem), welches ich kurz unter die Lupe nehmen konnte bevor es seinem Bestimmungsort zugeführt wird.

Lieferumfang:

- Router
- Netzteil
- Cat 5e  LAN Kabel
- Kurzanleitung
- CD
- Ständer
- Befestigungsmaterial für die Wandmontage
- 8 Kleb-Gummifüße

Hardware:
Der D-Link DIR 615 ist recht klein (BxTxH 14,5 x 13 x 3,3 cm) und sieht ansprechend aus. Das glänzend schwarze Gehäuse könnte sich aber schnell als Staubfänger entpuppen.

Das Gerät verfügt über vier 100 MBit LAN Ports, einen 100 MBit WAN Port und zwei Antennen, über die er drahtlose Geräte mit WLAN nach N-Standard versorgt.
Schon beim Lesen der Spezifikationen wird die Krux deutlich: LAN macht der DIR 615 nur mit  100 MBit, WLAN bis zu 300 MBit. Gigabit WLAN wäre hier besser gewesen, damit man das WLAN auch zusammen mit LAN-Geräten vernünftig nutzen kann.

Blöd gemacht: Stellt man den Router senkrecht, ist der Stromstecker einer Antenne im Weg. Diese kann dann nur  angewinkelt betrieben werden. Ein abgeknickter Stromstecker hätte als Vorsorge gereicht.

Software:

Die beigelegte runde Glitzerscheibe wird missachtet und mittels Browser auf den Router zugegriffen (Standard IP: 192.168.0.1).
Der Standard Login ist der Benutzername “admin” und kein Passwort.

Die Oberfläche ist übersichtlich und man kann das Gerät schnell mit einem Assistenten oder manuell vornehmen.
Negativ: Bei Auslieferung ist WLAN zwar aktiviert, aber keine Verschlüsselung eingestellt. AVM hat dies deutlich besser gelöst, denn dort werden alle Fritz!Boxen mit WPA/WPA2 Verschlüsselung inkl. individuellem Key ausgeliefert.

Schön ist, dass der DIR-615 WPS direkt an Bord hat. Der Key ist auf der Unterseite aufgedruckt. Dort stehen außerdem die Standard Zugangsdaten, Erklärungen zu den Ports und zum Blinkverhalten der verschiedenen LEDs auf der Vorderseite.

Praxis:

Der Hauptgrund sich so ein Gerät anzuschaffen ist sicher die schnelle WLANisierung des heimischen Netzwerkes.

Also habe ich flugs einen kleinen Test gemacht: Freigabe auf einem PC erstellt und mit dem MacBook die knapp 2 GB große Datei gezogen. Da ich nur ein Gerät mit WLAN N habe erfolgte die Freigabe über Ethernet. Daher ist die maximale Übertragungsrate natürlich deutlich geringer, nämlich 100 MBit (12,5 MB/sek). Aber das wäre trotzdem noch deutlich schneller als das normale WLAN G (54MBit = 6,75 MB/Sek).

Das Ergebnis seht ihr hier:

5,9 MB/Sek macht nach Adam Riese 47,2 MBit/Sek. Das liegt deutlich unter den möglichen Übertragungsraten. Und auch die LAN Karte im PC langweilt sich:

Vielleicht liegt es an einem falschen WLAN Standard? Also schnell den Router auf WLAN N festgenagelt und noch einmal probiert.

Kaum eine Verbesserung. Ebenso auf dem PC:

Fazit:

Natürlich ist der Unterschied zwischen maximaler und realer Bandbreite bei WLAN ziemlich hoch. Bei meinem Linksys WLAN G Router werden im Normalbetrieb etwa 18 MBit bei möglichen 54 MBit erreicht.

Trotzdem müssten bei einer Entfernung von einem knappen Meter bessere Ergebnisse erzielt werden. Bei einer Distanz von etwa 5 Metern Luftlinie lag die Übertragungsrate bei unter 3 MB/Sek (24 MBit/Sek).

Das Potenzial von WLAN N wird vom D-Link DIR 615 nicht ausgeschöpft. Für den Hausgebrauch des durchschnittlichen Nutzers ist er aber trotzdem gut geeignet.

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