HP Compaq 615 Review

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Veröffentlicht von Pierce | Kategorie: Allgemein | Datum: 09.03.2010

Der kleine Bruder der besten Freundin der Welt hat fleißig neben der Schule gearbeitet und gespart. Von dem Geld sollte ein Laptop gekauft werden.
Für seine 300€ wollte er einen Laptop mit dem er nicht nur ins Dokumente tippen und ins Internet, sondern auch Filme gucken und Spiele spielen kann. Kurzum: die eierlegende Wollmilchsau von der alle träumen.

Die Suche:

Dieses untere Preissegment wird mittlerweile von Netbooks überschwemmt, aber diese sind eindeutig zu klein und erst recht zu leistungsschwach.
Letzteres gilt leider auch für Gebrauchtgeräte, die ich sonst in solchen Fällen empfehle. IBM Thinkpads sind nicht tot zu kriegen, wunderbar verarbeitet und reichen für den normalen Gebrauch vollkommen aus. Akkus gibt es günstig im Internet, ab ca. 30 Euro. Noch ein Tipp für den Kauf: fahrt lieber selber hin und schaut euch das Gerät an.

Nachdem ich ein wenig im Internet stöberte, fiel meine Wahl auf das HP Compaq 615 bei Notebooksbilliger.de. Mit seinem AMD Athlon 64 X2 QL-66 2x 2,20 GHz Prozessor und ATI Radeon HD 3200 Grafik ausgestattet ist es flott auf den Beinen und auch einigemaßen spieletauglich.

15,6″ und WXGA Auflösung reichen auch für die eine oder andere DVD. Das Display ist zwar glänzend, aber die LED Beleuchtung ist fast immer kraftvoll genug. Ausgeliefert wird das Gerät mit FreeDOS, ein weiteres Indiz für den niedrigen Preis.

Selbstverständlich ist aber nicht alles Gold was glänzt und so muss man beim Compaq 615 einige Abstriche machen:

  • Das Gehäuse ist aus sehr billig wirkendem Kunststoff und sehr weich
  • Die Tastatur ist auch sehr weich, auf Dauer wird sie sich durchbiegen
  • Ein Athlon Prozessor gehört nicht zu den Sparsamsten
  • Nur 1 GB RAM, von dem sich die Grafik auch noch 256-512 MB klaut
  • Kein Bluetooth
  • Der Lüfter soll recht laut sein (habe ich bislang allerdings noch nicht so empfunden)

Die Akkulaufzeit wird mit vier Stunden angegeben, allerdings denke ich nicht, dass das Notebook in der Praxis über mehr als zwei einhalb Stunden hinaus kommt. Der Arbeitsspeicher kann auf bis zu vier GB aufgerüstet werden, ein zwei GB Modul wird demnächst fällig. Kostet ja auch nicht mehr die Welt.

Als das Gerät ankam und ausgepackt wurde eine kleine Enttäuschung: Den Deckel zieren einige Kratzer. Zurück schicken? Irgendwie ungern. Man wurde sich mit Notebooksbilliger in Form einer Gutschrift einig und für den Knaben ist sowieso die innere Seite des Notebookdeckels interessanter.

Installation von Windows:

Unter FreeDOS wird das nichts mit zocken, also muss Windows drauf. Da noch eine XP Lizenz vorhanden war, sollte Windows XP Pro auf dem Gerät installiert werden.
Also schaut man mal bei HP. Dort werden Treiber für Windows XP, Vista und Windows 7 bereitgestellt, für letzteres sogar in 64 Bit.

In der Kategorie Windows XP fehlen allerdings die Treiber für Modem und Ethernet. Hier hilft es, die Sprache auf Englisch zu stellen, dort sind die Treiber gelistet.
Und es gibt noch ein zweites Problem: Das Notebook blieb beim Herunterfahren einfach hängen. Google verriet mir, dass daran der Treiber für die Webcam schuld sein soll. Und tatsächlich: nachdem ich den Treiber deinstalliert hatte schaltete sich das Compaq auch brav aus. Die Webcam funktioniert übrigens trotzdem.

Um unter XP AHCI nutzen zu können muss der passende Treiber ins Windows Setup eingebunden werden. Entweder besorgt man sich ein USB Diskettenlaufwerk und drückt während des Setups F6, oder man schraubt sich eine passende Windows Setup CD zusammen. Am einfachsten geht das mit nLite. Alternativ kann man im BIOS auch den IDE Mode einstellen, dann läuft XP Out-of-the-Box.


Fazit:

Wer für günstiges Geld einen Laptop sucht, der ist mit dem HP Compaq 615 im Grunde gut bedient. Abzüge gibt es vor allem für das Gehäuse.

Für wen Spiele uninteressant sind und wer ein hochwertig verarbeitetes Notebook sucht, der sollte lieber zu einem gebrauchten IBM oder ähnlichem greifen. Denn ich habe das Gefühl, dass das HP einer intensiveren Nutzung nicht lange Stand halten wird.

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Kommentare (1)

Vielen Dank für die nützlichen Infos.

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