Hardware-Pornographie
Ich habe gestern bei Martin einen sehr schönen Artikel gelesen, in dem es über das Verhältnis von Theorie und Praxis geht; viele glauben, dass sie nur mit DEM Equipment und mindestens 300 Seiten Lektüre in die Welt hinausgehen und Fotos machen können.
Anderer wiederum vertreten die gegenteilige These: sie wollen alles draußen lernen – ebenfalls eine verwerfliche Sichtweise.
Auf die Mischung kommt es an, finde ich. Ich besitze nach wie vor nur das Canon EF-S 18-55mm f/3.5-5.6 IS Kitobjektiv. Die Abbildungsleistung ist lange nicht die beste, die Lichtstärke sollte eher Lichtschwäche heißen. Aber man kann eben doch gute Fotos damit machen.
Am Anfang habe ich die Kamera und das Objektiv kennen gelernt und das eine oder andere Buch zur Technik und Theorie gelesen. Gleichzeitig war ich viel unterwegs und habe mir so auch einiges Wissen (z.B. Bildkomposition) angeeignet.
Erst später habe ich mir ein Buch über Bildkomposition zugelegt, was meine persönliche Ästhetik mit Hintergrundwissen unterfütterte. Ich glaube, dass ich so eine angenehme und stetige Lernkurve beschritten habe.
Jetzt wo ich auch verstehe worüber man in den einschlägigen Foren diskutiert habe ich immer noch genug Zeit mich zu steigern. So liebäugle ich mit dem Canon EF-S 50mm f1.4 USM und weiß schon vorher, dass es für mich die richtige Wahl sein wird wenn ich mein Bares dagegen eintausche.
Ich kann nur jedem empfehlen: Greift nicht übereifrig in die Geldbörse, schaut erst einmal was ihr anfangs wirklich braucht und plündert später eure Rentenkasse. Lest euch ruhig auch die Diskussion in Martins hervorragendem Blog durch.


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