Fotos an der Bahn
Es war in der Nacht von Donnerstag auf Freitag, als Blohmi und ich das Auto an einer großen Bahnanlage in Bremen-Walle abstellten.
Wir packten unsere Kameras und Stative aus und begannen den Bahndamm zu erklimmen. Oben angekommen blickten wir scheu nach rechts und links um uns zu vergewissern, dass kein Zug käme um “uns mitzunehmen”.
Wir wanderten ein Stückchen den Schienenstrang entlang und fanden einen schönen Spot. Die Gleis lagen ruhig in ihrem Bett aus Schotter.
Wir stellten die Stative auf einen Kabelschacht und richtete die Kameras aus. Ich stellte mein Objekt fotografischer Begierde scharf und… nahm das Stativ samt Apparat mit in Deckung – der Regionalexpress kam angebraust.
Ich baute erneut auf, stellte scharf und schoss ein, zwei Bilder. Dann kam ein Zug aus der Gegenrichtung. Schnell mussten wir uns eingestehen, dass der starke Verkehr auf der Strecke Bremen-Bremerhaven gewisse Schwierigkeiten mit sich bringt. Gelohnt hat es sich trotzdem.
Wir verließen die Lokalität recht schnell und begaben uns an einen anderen Ort, genauer gesagt auf eine Brücke. Von dort hatte man einen interessanten Blick auf die Szenerie.
Zudem konnte man dort deutlich ungestörter seinem Hobby nachgehen und die Speicherchips mit optischen Impressionen befüllen.
Fazit: Fotografieren an Bahnanlagen macht Spaß. Voraussetzung ist natürlich ein gewisses Interesse an Industrieanlagen.
Man muss verdammt auf den Zugverkehr aufpassen, da man die Züge fast nicht kommen hört – Lebensgefahr! Und auch die Möglichkeit der strafbaren Handlung soll hier erwähnt sein: Eingriff in den Schienenverkehr wird mit Freiheitsstrafen zwischen sechs Monaten und zehn Jahren bestraft.
Das Summen der Gleise (fast wie im Western) ist übrigens ein gutes Frühwarnsignal. Auch ein Blick auf Signale lohnt sich, sofern welche am Ort.
Ich wünsche dem geneigten Leser nun viel Spaß bei Shootings an Bahnanlagen.


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