Mit der EOS in den Harz

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Veröffentlicht von Pierce | Kategorie: Allgemein | Datum: 23.07.2008

Als wir gestern einen Tagesausflug von der norddeutschen Tiefebene in den Harz machten, durfte die Kamera an meiner Seite natürlich nicht fehlen.

Ich habe auch immer fleißig abgedrückt und einige Bilder sind es wert, hier veröffentlicht zu werden.

_MG_3379 Zuerst haben wir uns ein Wenig in einem Waldstück umgesehen, denn der Harz weist eine einzigartige Landschaft auf.

Das Wetter war zwar regnerisch, aber dadurch glänzt und glitzert alles nur noch schöner.

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IMG_3421 Nachdem wir also die – sehr sauberen, von Müll verschonten – Wälder eingehend unter die Kameralinse genommen haben, besichtigten wir die Tropfsteinhöhle im Iberg.

Diese ist wirklich sehenswert, denn das Gestein kann die kuriosesten Formen annehmen. Außerdem kann ich mir nun endlich den Unterschied zwischen Stalagmiten und Stalaktiten merken…

Fotografieren war in den interessanteren Teilen der Höhle nicht erlaubt, da dort auch Fledermäuse hausen.

 

IMG_3441 Eine andere Sehenswürdigkeit ist das Bergwerk im Rammelsberg in Goslar. Dort kann man zwei verschiedene Führungen mitmachen: zum einen kann das Bergwerk mit einer Lore, zum anderen zu Fuß besichtigt werden.

Bei der ersten Variante erhält IMG_3444 man Einblicke in die neuere Bergbaugeschichte, die zweite Variante beschäftigt sich mit älterem Bergbau.

Wir wählten die Variante zu Fuß, da ich hoffte, so einige schöne Motive zu bekommen.

Zunächst einmal: Wenn man diese Führung mitmacht, sollte man nicht unter Klaustrophobie leiden. Der Roeder-Schacht ist alt und größtenteils mit der Hand aus dem Fels gehauen. Da dort keine Maschinen durch mussten, sind die Gänge sehr eng. In den meisten Abschnitten musste ich (1,95m) mich gebückt fortbewegen, zum Teil war der Schacht aber auch nur gefühlte 1,60 m hoch.

IMG_3496Der Schacht ist mit seiner Enge, Dunkelheit Feuchtigkeit und Kälte recht ungemütlich.

Das vom “Führer” vorgeschlagene Umkrempeln der Hosenbeine war wirklich nötig: Es ist echt matschig da drin.

Noch etwas zum Inhalt der Führung: Es geht um die Technik der Förderung bzw. Be- und Entwässerung. Der Herr Roeder hat dazu große Wasserräder unter Tage installiert. Das größte hat einen Durchmesser von immerhin neun Metern.

Ich persönlich muss sagen, dass der Bergbau im Mittelalter und der frühen Neuzeit schlichtweg schaurig war. Zum Beispiel war es so, dass die Bergleute unter Tage gelebt haben: Schicht war immer von Montags bis Samstags. Nicht ohne Grund war das durchschnittliche Lebensalter der Bergmänner bei 50 Jahren: Schlechte Luft (wenige Belüftungsschächte und dazu noch Arbeit mit Schwarzpulver oder Feuerlegen, also Holz verbrennen um damit das Gestein mürbe zu machen), lange, harte Arbeit, die dauerhafte gebückte Haltung, schlechte Versorgung mit Lebensmitteln und Wasser. Dazu das Wenige Licht ihrer Öllampen (das Öl mussten sie selbst noch zahlen) und natürlich die Feuchtigkeit.

IMG_3508 Zum Vergleich einmal ein mit Maschinenkraft in den Berg getriebener Stollen (hier ein Stück recht nahe am Ausgang).

Zwar war es dort sicherlich auch eng, aber die Arbeitsverhältnisse müssen erheblich besser gewesen sein (alleine die Tatsache, dass die Beleuchtung nicht nur durch die eigene Öllampe bestand).

 

Fazit: Harz macht Spaß, Bergbau weniger. Bergbau-gucken ist wiederum toll.

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Kommentare (2)

Pah, ich bin die Strecke gewandert^^ (Und habe mich geärgert, keine Spiegelreflex dabeigehabt zu haben)

Und du bist durch ein geschlossenes Bergwerk gewandert?
Ich muss allerdings gestehen, dass ich auch gern eine Tour zu Fuß machen würde durch die Gegend.
Aber ich habe mich mal nach dir gerichtet und meine Sambas angezogen :)

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