Der Barbier
Ich selbst war es. Ich forderte es. Ich meinte es zu brauchen. Ich stehe dazu.
Zu meinem Besuch beim Barbier (~Friseur).
Ich meinte meiner natürlichen Kopfbedeckung sei etwas die Form abhanden gekommen.
Ich ging also zum Friseur und bat darum, dass man dort seines Amtes walte und mir eine sozialverträgliche Frisur herzauberte.
Ich gehe immer zum selben Friseur, dieselbe Dame schneidet mir immer die Haare. Sie fragt jedes Mal, ob ich nicht ein paar blonde Strähnen haben wolle und ich lehne jedes Mal dankend ab.
Heute war es anders: die Dame hat Urlaub, jemand anderes schnitt meine Haare – und zwar kurz. Trotz gegenteiliger Bitte. Ich sagte deutlich, dass es nicht so kurz sein sollte (in etwa: “Bitte nur etwas Form hineinbringen”). Schlussendlich wurde doch nur das Gesetz des Friseurs bestätigt, formuliert von Bill Bryson in “Streiflichter aus Amerika”:
‘Ein Friseur gibt einem die Frisur, die der Friseur für richtig hält’. Natürlich fragt er jedes Mal, was man denn gerne hätte, aber eigentlich ist die Frage überflüssig.
Solch ein Besuch zur Inanspruchnahme einer Dienstleistung ist doch jedes Mal ein Abenteuer. Deshalb zahle ich auch so fleißig dafür.


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