Betrüger – Demnächst auch vor Deiner Tür!

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Veröffentlicht von Blohmi | Kategorie: Internationale Sicherheit, Kulturbolschewismus, Mut zum Adjektiv, Muuh! | Datum: 28:09:2007

Heute wurde ich auf eine recht unorthodoxe Art aus meiner Alljährlichen Recherche Lustiger Titanic-Cover gerissen.

Ein junger Typ, vermutlich noch jünger als ich, klingelt an der Tür und gibt sich als Telekom Mitarbeiter aus, der meine letzten beiden Telefonrechnungen sehen möchte, da es im nächsten Monat eine Tarifsenkung geben würde und er mir ausrechnen wolle, wieviel ich sparen würde.

Dabei nutzt er das volle Potential seines Trickbetrügerischen Gestürs, nämlich einen schlechtsitzenden und ziemlich billigen Blauen Anzug mit einem Blauen Hemd, einen Aktenordner, sowie einen höchst suspekten Telekom-Mitarbeiterausweis.

Lustigerweise kenne ich das Design der Telekom-Mitarbeiterausweise und die meisten der Telekom-Servicemitarbeiter in unserem kleinen Städtchen. Und der sah nicht so aus. Außerdem wäre die Telekom der erste Konzern, der seine Kunden unaufgefordert auf eine Möglichkeit zu sparen hinweist. Des Weiteren wird die nächste Preissenkung bei der Telekom wohl noch einige Jahre aus sich warten lassen.

Außerdem sollte ein Mitarbeiter der Telekom wissen, dass ich keine gedruckten Rechnungen mehr kriege, sondern meine Rechnungen per Mail zuschicken lasse. Der Umwelt zuliebe.

Naja, jedenfalls wurde der junge Herr Freundlich aber bestimmt abgewiesen (“Nein, gibts nicht!”), woraufhin sich dieser verabschiedete um weitere Menschen zu terrorisieren. Darum haben wir einmal ganz präventiv die Polizei angerufen.

Nach einer guten Viertelstunde wurde ich dann angerufen und gefragt, was der junge “Telekommitarbeiter” wollte, wobei ich annehme, dass dieser eingesackt wurde und versuchte sich herauszulügen.

Was lernt man daraus? Versteckt eure Omas, lasst sie niemanden ihre Telefonrechnung sehen!

Spam Spam Spam

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Veröffentlicht von Pierce | Kategorie: Mut zum Adjektiv, Netzwelt | Datum: 25:09:2007

Leider bekomme ich viel Spam. Aus diesem Grunde sah ich mich gezwungen, mich damit genauer zu beschäftigen.

Ich habe mehrere Techniken ausprobiert, um mich vor Spam zu schützen.

Zuerst habe ich den Spamfilter von Thunderbird genutzt (damals noch 1.0.x), doch der war irgendwann nicht mehr wirkungsvoll.

Danach bin ich auf DreamMail umgestiegen, einen wirklich guten Mail-Client.

Doch ein neuer Rechner veranlasste mich, auch ihm den Rücken zu kehren. Der neue Rechner hatte Windows Mail an Bord, ein deutlich kleineres Tool als DreamMail. Doch Windows Mail war mir nicht transparent genug, die Filter waren zwar wirkungsvoll, doch konnte man nicht so sortieren wie ich wollte und die Filterupdates schienen immer sporadischer zu werden.

Also was tun?

Ich entschied mich wieder für Thunderbird, insbesondere, da es mittlerweile gute Tools gibt, um seine Mails in .eml-Format zu exportieren und zu archivieren.

Dazu nutzte ich einen Spamfilter, Spamihilator, den ich entdeckt hatte.

Doch leider ist Spamihilator ein recht klobiges Programm. Es filtert zwar ganz gut, doch leider läuft es dauerhaft (ich wollte. dass sich das Tool nur zusammen mit Thunderbird startet) und ist recht langsam.

Außerdem hatte es einige Schwächen. Besondere Mails konnte ich sooft ich wollte dort als Spam markieren, das Tool nahm es nicht an. Also weg damit!

Nun nutze ich also weiterhin Thunderbird und dazu SpamAssassin. SA muss ich nur noch selten ‘manuell updaten’, fast alle Mails werden erkannt.

Thunderbird reagiert auf die SA-Header und verschiebt den Spam automatisch in ein dafür vorgesehenes Verzeichnis. So werden am wenigsten Ressourcen genutzt und gleichzeitig das beste Ergebnis erzielt. Schön.

Meine Version der Demo

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Jaaa, also ich war mit einer Kamera dabei und habe euch ein paar Bilderchen geschossen, damit ihr mal einen kleinen Eindruck von der Demo und dem Ablauf der Demo kriegt.

Die Bilder sind übrigens teilweise recht stark verzerrt, um diese ans Design des Blogs anzupassen. Einfach das Bild einzeln öffnen, dann läufts.

Früh morgens, gut gelaunt, gings los auf nach Berlin!

Und zwar ohne Drogen!

(Dieses Bild ist das einzige welches nicht unter einer CC-Lizenz steht und nicht kopiert werden darf!)

Gut überwacht und natürlich auch absolut sicher (siehe Artikel von Mr. Schlange, Stichwort “XXL”) gings im Zug nach Berlin. Dauer: ca. 7 Stunden.

Och wie niedlich!

(Hände gewaschen?)

Endlich in Berlin, wurde erstmal der schmucke neue Bahnhof bestaunt.

Die Sonne lacht. Supersache. Macht Bahnfahrten übrigens zur Hölle.

Hier eines der interessanten Plakate: Von den Ärzten, die meiner Meinung nach mit einer guten Rede zu Beginn der Demonstration sowie guten Wagen und Plakaten die Demonstration gut unterstützt haben.

Die Demonstration war relativ groß – die Anzahl der Menschen wurde laut Medienberichten mit 2.000 bis über 15.000 angegeben. Meine Vermutung liegt bei ca 12.000.

Auch der Herr Schäuble war da. Mit seiner Super-8 Kamera.

Die Piraten waren relativ gut Vertreten, und zwar mit einem Eigenen Plakat, diversen Flaggen, vielen T-Shirts, vielen Menschen.

Auch die Linuxgemeinde war recht Aktiv. Einige waren mit Shirts von OpenSSH oder Firefox auf der Demonstration.

Alles wurde mobilisiert.

Was mich persönlich sehr stört ist, dass Linke beziehungsweise Linksextreme sehr sehr stark vertreten waren.

Darum gab es Flugzettel, die für ein Sozialistisches Südamerika warben, gegen das “nationale Kuscheln”, den Staat mit Terror gleichsetzten (Anarchistische Föderation Berlin), sowie einige mehr Themenbezogene Flugblätter vom Chaos Computer Club, compact.de oder der Piratenpartei.

Hier zwei Bilder von einigen Linken Bannern:

“Bundeswehr raus dem Balkan Afghanistan”- “Klassenkampf gegen den kapitalistischen SPD/PDS Senat!” – “Verteidigt Kuba, China, Nordkorea und Vietnam!” – “Für proletarisch- politische Revolution”

Und hier meine Favoriten:

“Nieder mit Anti-Stasi-Hetze! Die Verteidigung der DDR war kein Verbrechen – ihr Ausverkauf war eines!”

Abstrus, oder?

Freundliche Polizisten schützen die allgemeine Sicherheit.

Eine meiner Meinung nach sehr gute Aktion von einem Deutschen Ärzteverband.

Weniger schön war dagegen der sog. “Schwarze Block”. Die Meiste Zeit wurde anscheinend versucht, die Polizei aufzustacheln (“Zieht doch eure Handschuhe wieder aus!”, kollektives Mittelfingerstrecken etc.). Gegen Ende der Demonstration soll es vereinzelt zu zusammenstößen zwischen dem Schwarzen Block und der Polizei gekommen sein, was zum Einsatz von Tränengas führte.

Meiner Vermutung nach geht es dem “Schwarzen Block” nur um eine Schlägerei am Wochenende, denn durch solchein Auftreten schadet man der Demonstration und dem Ziel derselben mehr als dass man ihr Nützt. Ganz besonders durch Übergriffe.

Im Vorfeld war die Rede davon, dass die Demonstration nicht gefilmt würde, was sich im Endeffekt als absolut falsch erwies. An der gesamten Strecke standen Polizisten mit Videokameras, die Filmten. Gut, es ging um den “Schwarzen Block”, aber ich habe natürlich keinen Gesamtüberblick.

Hier die Kamera dieses “TV-Wagens”. Eine billige Kopie aus dem Film “Nummer 5 lebt!”

Dann könnt ihr euch diverse Infos bei Radio 1984 anhören. In den Podcasts. Interessant.

Alles in allem war es sehr interessant, aber diese Linken Proteste waren eher Kontraproduktiv.

Übrigens: Alle Bilder, bis auf das von dem Komischen Typen im Piratenpartei Shirt stehen unter einer Creative Commons Lizenz.

Und zwar genau: BY-NC-SA

Freiheit statt Angst

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Veröffentlicht von Pierce | Kategorie: Blogosphäre, Datenwut, Gewalttätigkeiten, Internationale Sicherheit, Kulturbolschewismus, Netzpolitik, Netzwelt, Politik | Datum: 23:09:2007

Wenn man gegen Schäubles Pläne etwas tun möchte, muss man so unermüdlich sein, wie Schäuble selbst.

Das merkte ich gestern, als mich um 05:45 der Wecker aus dem Schlaf riss. Es mag für viele Menschen vielleicht keine sehr späte Zeit sein, aber ich genieße das Privileg, eigentlich immer frühestens um 8 Uhr aufstehen zu müssen.

Um 20 vor sieben stand ich dann beim Herrn Blohm vor der Türe, wir machten uns dann fertig und begaben uns zum Bahnhof Oldenbüttel, wo wir die Regionalbahn nach Bremen HBF bestiegen.

Die nunmehr acht Leute machten sich dann auf die Reise nach Hannover mit Hilfe des Regionalexpresses.

In Hannover sehen wir bereits die ersten Mitdemonstranten. Zusammen begeben wir uns in den Zug Richtung Wolfsburg. Das Abteil teilen wir uns mit einer Gruppe BVB Fans, die sich wohl das Spiel gegen Hertha zu Gemüte führen wollen.

Der Gesang, der von ihnen aus geht, ist sehr schlecht, aber äußerst inbrünstig.

Auf der Fahrt nach Stendal sehen wir dann die ersten beiden weiteren Piraten. Ich bekomme die CreativeCommons-CD des Dortmunder Stammtisches geschenkt (übrigens sehr nette Musik, Download folgt!).

Es ist ein warmer Tag, doch das hindert die Bahn nicht, die Heizung des Zuges von Stendal nach Rathenow bis zum Anschlag aufzureißen. Mich beschleicht der Verdacht, dass es sich um eine Lokführerin handelt.

Dafür ist der Zug von Rathenow nach Berlin klimatisiert. Immer mehr Hertha-Fans steigen zu und auch die stark angetrunkene Voku-Hila-Fraktion übt sich in der Sangeskunst.

Je näher man Berlin kommt, desto lustiger werden die Bahnhofsansagen: Während bei uns im Norden in der Regel keine Melodie die Ansage ankündigt, wird dort fröhlich drauflos gedüdelt, sodass man das Gefühl bekommt, mein sei in Oberbayern und der Lokführer hätte eine ganze Almdudlerkapelle auf dem Führerstand.

Dann steigt “Matte” zu. Auch er gehört der Voku-Hila-Fraktion an und ist schon in einem recht späten Stadium der Trunkenheit.

So fordert er die anderen der Fraktion zum Singen auf (“Lauter!!!”). Als sie das dann tun gebietet “Matte” sofort wieder Einhalt (“Was brüllst denn so rum?”).

Währenddessen sehen wir durch die Scheiben des Zuges die Blüten der DDR-Baukunst, Plattenbauten, wir sehen massig Schrebergärten.

In Spandau schließlcih steigt “Matte” zusammen mit seiner Crew aus.

“Petra, ich komm’ hinterher!”

“Ich heiß Andrea!” (Das hatte sie bis dato schon ca. 50x erwähnt, ohne Erfolg)

“Jaja, ich komm’ hinterher Andrea!”

Herrlich.

Am Hauptbahnhof steigen wir aus und werden von Imkos Cousins abgeholt. Gemeinsam gehen wir zum Pariser Platz, wo bereits eine beträchtliche Menschenmenge wartet.

Es ist ein heller Wahnsinn, wie viele Menschen das waren (15.000 halte ich für eine durchaus realitätsnahe Schätzung).

Nach einigen Ansprachen (FoeBud, AKV, Ver.di [Presse] und einer Ärztevereinigung), setzt sich der Protestmarsch in Bewegung. Mit viel Musik, guter Laune und massig bunten Transparenten, mit witzigen, ersten, eingängigen und vorallem aussagekräftigen Transparenten.

Dabei war auch die Ostprinzessin (ein Mann, dessen Homepage diese hier sein dürfte).

“She was not amused”, könnte man sagen.

Das alles geschieht unter der Beobachtung der Bundespolizei, die mit einer relativ geringen Menge angereist war.

Beim Hotel Adlon werden verdächtige Demonstraten durchsucht, der Zug kommt also schon recht schnell zum Erliegen. Auf der Demonstration sind keine Dosen, keine Glasflaschen, keine Stahlkappen und natürlich keine Messer, Schusswaffen, etc erlaubt.

Dann geht es weiter Unter den Linden entlang.

Der Wagen der Ärztegemeinschaft ist wirklich gut gelungen und bringt deren Unmut über die elektronische Gesundheitskarte super zum Ausdruck.

Was ich persönlich auch sehr fein fand, war die Ansammlung von Piraten, die man aufgrund ihrer T-Shirts gut vom Rest unterscheiden konnte. Auch ein sehr cooles Transparent. Leider liefen sie direkt vor dem schwarzen Block und das Transparent war auch schwarz, aber ich denke, dass sie sich dennoch gut abgehoben haben.

Dann formierte sich die AntiFa zu einem schwarzen Block. Die Polizei wurde nervös. Gleichzeitig fiel auf, dass, entgegen der vorherigen Abmachung, reichlich Polizisten mit Kameras ausgerüstet waren und davon auch ordentlich Gebrauch machten. Ich fühle mit dabei absolut unwohl, denn wer wird schon gegen seinen Willen und mit absolut keiner positiven Absicht gefilmt?

Als dann der schwarze Block sich vollständig formiert hat, ziehen sich die Polizisten ‘spontan’ ihre Handschuhe über. Eine gewisse Spannung ist zu spüren zwischen den grün-Uniformierten und den in schwarz Gekleideten. Die Mundwinkel der Polizisten werden direkt noch etwas weiter nach unten gezogen.

Leider müssen wir schon abdrehen, damit wir wieder die Heimreise antreten können. Immerhin verschlingt die Zugfahrt sieben Stunden unserer Lebenszeit.

Um 17:20 sitzen wir im Zug Richtung Heimat.

Hansa hat 2:0 gewonnen, wie uns “Dufte” erklärte. Die einzigen Worte, die man mit etwas Fantasie noch enträtseln konnte, waren:

“Haaaaaaansaaaaaaaa Rost(o)ck”

“Schalalalalalalalaaaaalaalaaaala”

“Hmmgrrbwwwpmg” (Nagut, das ist kein artikulierter Laut, aber sowas in der Art gab er recht häufig von sich, weshalb das hier aufgeführt werden musste.)

Ja, “Dufte” ist ein feiner Kerl.

Ein weniger feiner Kerl war Oivlis, zusammen mit seinen ‘Kameraden’.

Klein, stämmig, XXL-Figur, XXS-Shirts,voller Testosteron und auch gut abgefüllt, muskelbepackt und ca. 130 KG schwer. Genauso sein Kumpel, den ich einfach “Halbglatzenuschi” taufe.

Zuerst war noch Bundespolizei in unserem Waggon, wodurch sie ordentlich in Schach gehalten werden. Doch diese steigt unvermittelt aus und nun ist Oivlis der “Kind of the ring”.

Er beschreitet unser Abteil und packt sofort den Herrn Blohm am Schopf (und zwar nicht zu knapp! Ich wusste gar nicht, dass er so gelenkig ist..) “Hast du was gegen Hansa???”

Nach Verneinung jener Frage lässt er dann Gott sei Dank wieder von ihm ab, da Halbglatzenuschi ihn davon überzegen kann, dass viel zu viel polizei noch im Zug war (“Ey, hier ist alles voller Bullen…”).

Wir haben sie nicht darüber aufgeklärt, dass die Bundespolizei bereits das Gefährt verlassen hat.

Wir starten den kontrollierten Rückzug, da wir uns sicher sind, dass wir ordentlich einstecken müssen, wenn Oivlis und HGU raus bekommen, dass keine Polizei mehr da ist.

Leider befinden wir uns in einem Waggon am Ende eines Zuges und am Durchgang zum Rest befinden sich die beiden Kameraden rechter Gesinnung.

Dann kommen sie von zwei Seiten, einer durch den unteren Zugteil, einer durch den oberen.

Blohmi stellt sich klugerweise mit dem Gesicht zur Wand, ich werde von Oivlis angemacht, ob ich Hamburg-Fan sei (“Was? Du bist für Hamburg???”). Meine Befürchtungen bestätigen sich nicht, Oivlis tritt den Rückzug an: er steigt aus. Glück gehabt.

Als dann alles vorbei war, kommt der Schaffner, den wir mit Hilfe des “Notfall-Knopfes” herbei gerufen hatten. Blohmi erstattet Anzeige, ich trete als Zeuge auf.

Allerdings durften wir zur Aufnahme des Tatbestandes die I. Klasse besetzen, ein wahrlich angenehmes Gefühl. Gemütlich Sitze, Tische und sogar Steckdosen. Nächstes Mal also I. Klasse reisen und den Laptop mitnehmen.

In Hamburg werden wir von der Polizei abgeholt, wo die Anzeige aufgenommen wird. Unterbrochen wird dies allerdings, als dann plötzlich ein anderer Polizist brüllt “DA LIEGT EINER IM GLEIS!!!”.

Der Zug wird am Fortsetzen seiner Fahrt gehindert (ich denke, ein Notschalter?!) und wer wird aus dem Gleisbett gezogen? “Dufte”.

Er wollte wohl aussteigen, ist dann zwischen Bahnsteig und Waggon nach unten gerutscht und kam kam nicht mehr alleine raus.

Darum kümmert sich die Polizei, wir gehen was essen. Eine Stunde später setzen wir uns in den Metronom in Richtung Bremen HBF.

Ein angenehmer Zug, die Fahrt verläuft ohne weitere Zwischenfälle. Fast alle schlafen, ich halte mich mühsam wach.

Wir kommen pünktlich in Bremen an, dort wird und jedoch mitgeteilt, dass wir 10 Minuten länger als geplant auf den Zug warten dürfen.

Die Abfahrt verzögert sich weiter, da man noch auf Anschlussreisende wartet, denn der Zug hat auch Verspätung. Ist ja in Ordnung, müssen die Leute nicht auf dem Bahnhof übernachten.

Mit 18 Minuten Verspätung verlassen wir Bremen HBF Richtung Bremerhaven.

Nach und nach zerstreut sich die Gruppe, bis nur noch Alex, Blohmi und ich übrig sind. Blohmi und ich verlassen die Obhut der Deutschen Bahn und ich bringe ihn nach Hause, bevor ich mich auf die Reise zu meinem Heiabett mache.

Bilanz: schätzungsweise 800-900 KM Strecke, knapp 13 Stunden Deutsche Bahn/Metronom 2. Klasse (ja, die 1. haben wir ja auch schätzen gelernt), 1 Stunde gemütlicher Stehplatz.

Aber es war eine super, Sache, ich würde es jeder Zeit nochmal machen. Wir haben uns auf den Weg gemacht um dem Innenminister mal zu zeigen, wo es lang geht!

Links zum Thema:

Heise I

Heise II

Winfuture

Tagesschau

Weiter folgen

Freiheit statt Angst

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Veröffentlicht von Blohmi | Kategorie: Datenwut, Fliegende Ratten mit Radar, Internationale Sicherheit, Netzpolitik, Netzwelt, Politik | Datum: 21:09:2007

So, also Morgen (22. September) gehts auf nach Berlin!

Treue Leser werden bereits wissen, dass ich und der Herr Schlange morgen gemeinsam mit ein paar Kumpels zur Demo “Freiheit statt Angst” fahren.

Ca sechseinhalb Stunden Zugfahrt hin, 3 Stunden Demonstrieren, sechseinhalb Stunden zurück.

Aber das sollte es Wert sein.

Unterstützt von Prominenten wie Kulturbolschewismus, AK Vorratsdatenspeicherung oder auch der Piratenpartei.

Einige Bilder werden für Euch in einer Galerie bereitstehen.

Erscheinen Sie, sonst Weinen Sie. (Sowohl auf Demo, als auch in der Galerie!)

Der Barbier

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Veröffentlicht von Pierce | Kategorie: Alles Grün?, Fliegende Ratten mit Radar, Internationale Sicherheit, Mut zum Adjektiv, Muuh! | Datum: 20:09:2007

Ich selbst war es. Ich forderte es. Ich meinte es zu brauchen. Ich stehe dazu.

Zu meinem Besuch beim Barbier (~Friseur).

Ich meinte meiner natürlichen Kopfbedeckung sei etwas die Form abhanden gekommen.

Ich ging also zum Friseur und bat darum, dass man dort seines Amtes walte und mir eine sozialverträgliche Frisur herzauberte.

Ich gehe immer zum selben Friseur, dieselbe Dame schneidet mir immer die Haare. Sie fragt jedes Mal, ob ich nicht ein paar blonde Strähnen haben wolle und ich lehne jedes Mal dankend ab.

Heute war es anders: die Dame hat Urlaub, jemand anderes schnitt meine Haare – und zwar kurz. Trotz gegenteiliger Bitte. Ich sagte deutlich, dass es nicht so kurz sein sollte (in etwa: “Bitte nur etwas Form hineinbringen”). Schlussendlich wurde doch nur das Gesetz des Friseurs bestätigt, formuliert von Bill Bryson in “Streiflichter aus Amerika”:

‘Ein Friseur gibt einem die Frisur, die der Friseur für richtig hält’. Natürlich fragt er jedes Mal, was man denn gerne hätte, aber eigentlich ist die Frage überflüssig.

Solch ein Besuch zur Inanspruchnahme einer Dienstleistung ist doch jedes Mal ein Abenteuer. Deshalb zahle ich auch so fleißig dafür.

Hauptsache es ist eine Katastrophe

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Veröffentlicht von Pierce | Kategorie: Internationale Sicherheit, Mut zum Adjektiv, Politik | Datum: 19:09:2007

Mal wieder ist Afrika von einer Katastrophe heimgesucht worden – sagen die Hilfsorganisationen.

Denn wer bräuchte sie schon noch, wenn nichts mehr passieren würde, auf dem schwarzen Kontinent?

Der Afrika-Korrespondent Wim Dohrenbusch (WDR) hat auf tagesschau.de eine wirklich gute Einschätzung veröffentlich:

“”Land unter” muss keine Katastrophe sein”. Recht hat er: Afrika ist viel zu trocken, schon lange wird davon geredet.

Nun kommt das kühle Nass, nun ist es auch wieder eine Katastrophe.

Dabei dürften solche Regenfälle auf Dauer gesehen doch nur einen positiven Einfluss haben, da dadurch das Land fruchtbar bleibt.

Keineswegs möchte ich verherrlichen, dass 200 Leute durch den Regen umgekommen sind (und wo bekommt man das verifizierbar?) , aber ich halte Regen für keine so schlechte Einrichtung.

Ungeliebte Anonymisierung

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Veröffentlicht von Blohmi | Kategorie: Datenwut, Fliegende Ratten mit Radar, Internationale Sicherheit, Kulturbolschewismus, Netzwelt, Politik | Datum: 16:09:2007

Einige von euch werden TOR kennen.

Ansonsten eine kurze Einführung in der Wikipedia, die oben verlinkt ist.

Also die Betreiber der TOR Server, der Exit Nodes, scheinen relativ Nervenstarke Menschen zu sein, denn diese werden von Vater Staat relativ Häufig von Anzeigen wegen Computervergehen angezeigt und verhaftet. Das ganze Programm der Staatsgewalt.

Wer seinen Server trotz dieser Tortur weiterhin aufrechterhält verdient meinen tiefsten Respekt. Aber es wird nicht nur der Leumund des Serverbetreibers zerstört, sondern wenn dieser Pech hat auchnoch sein Finanzpolster. Denn wenn mal wieder ein Brief von Vater Staat kommt, die Herren in Grün freundlich klopfen, kommt man ohne Anwalt kaum weiter. Und die ernähren sich ja auch nicht vom freundlichen Händedruck oder einem selbstgebackenen Kuchen. Nichteinmal, wenn der Kuchen mit Liebe gemacht ist.

Ein gutes Beispiel wurde erst vor kurzem durch abschaltung des Torservers “wormhole.ynfonatic.de” gegeben, bei dem der Betreiber morgens von einer Polizeidurchsuchung heimgesucht wurde. Jemand hat angeblich (lt. eigenen Angaben habe er immer noch keinen Beweis über das von einem Nutzer des TOR Netzes begangene Vergehen erhalten) im Forum Copzone.de (Die übrigens diverse Banner mit Werbung für Schlagstöcke und Handschellen auf ihrer Hauptseite haben) einen Eintrag geschrieben, in dem Anschläge auf Deutsche Ministerien angekündigt.

Dieser Eintrag wurde über das TOR Netzwerk verschleiert, daher ist nun der Betreiber des Ausgangsknotens dafür verantwortlich gemacht worden.

Interessanerweise wurde das Verfahren nach kurzer Zeit eingestellt, da er diesen Eintrag nicht geschrieben hat. Aber vorher wurde er in Handschellen abgeführt, seine Persönlichen Gegenstände durchsucht und ihm sind dadurch Kosten für einen Anwalt entstanden. Wenn der Betreiber Pech hat, dann wird er auf diesen sitzenbleiben müssen.

Ironischerweise wurde lediglich seine Privatwohnung durchsucht, nicht aber der Server, von dem die Straftat begangen wurde.

Aber er hat aus absolut verständlichen Gründen seinen TOR Server aufgegeben. Schade, dass Leute, die völlig legale Dinge tun durch solche eine Vorgehensweise dazu gezwungen werden, ihre Aktivität einzustellen.

Es drängt sich mir der Gedanke auf, das TOR Netzwerk sei nicht beliebt bei den Staatsorganen. Und jetzt wirds spekulativ: Entweder die Polizei hat einfach keine Ahnung davon, was ich hoffe, oder es wird gezielt versucht, die Anonymisierung abzuschaffen.

Die Geschichte des TOR Betreibers ist hier nachzulesen (Englisch), hier ein Eintrag auf netzpolitik.org dazu.

Un petit Malheur

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Veröffentlicht von Blohmi | Kategorie: Kulturbolschewismus | Datum: 14:09:2007

Mein Vater kam gerade eben in die Abendliche Filmsession mit mir und Schlange hereingeplatzt und vermeldete, dass ihn ein kleiner Malheur unterlaufen sei:

Anstatt auf eine Ü30 Party ist er auf eine U50 Party gegangen. Schlanges Kommentar “Hatta drauf, Du.”

Shit happens. Aber im Alter wird man ja vergesslich.

Eine saubere Tastatur…

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Veröffentlicht von Pierce | Kategorie: Alles Grün?, Blogosphäre, Fliegende Ratten mit Radar, Muuh!, Netzwelt | Datum: 14:09:2007

…ist eine Tugend.

Leider musste ich hier in der Firma feststellen, dass nur wenige Mitarbeiter tugendhaft sind.

Und die Putztücher sind auch nicht mehr aufzufinden.

Weiß jemand ob Fujitsu-Siemens Tastaturen einen Waschgang in der Spülmaschine überleben?