Ein imaginäres Interview

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Veröffentlicht von Blohmi | Kategorie: Kulturbolschewismus | Datum: 15.07.2007

Es folgt: Ein imaginäres und anonymes Interview mit dem aktuellen Innenminister.

B: Herr W. Schäuble, oder Nein, das is zu Aufällig, Herr Wolfgang S., welches ist ihr aktuelles Lieblingsbuch?

S: Ja, also das ist ganz klar George Orwells 1984. Es ist einfach so inspirierend für mich. Jeden Abend lese ich ein paar Seiten weiter und setze diese am nächsten tag um. Wenn ich meine Geschwindigkeit halten kann, dann werde ich am Ende meiner Amtszeit nicht nur die Tricks des Anti-Helden dieses Buches kennen und zu verhindern wissen, sondern die Sicherheit in großem Maße weiterentwickelt haben.

B: Denken Sie nicht, dass 1984 als Warnung gedacht war?

S: Selbstverständlich ist es das. Und ich habe diese Warnung verstanden. Verkommende Suspekte wie dieser Winston Smith aus dem Roman werden keine Chance haben, allein auch nur zu versuchen, das System zu unterwandern. Wir sind gegen seine Tricks gewappnet.

B: Mhmm, also wenn das so ist. Herr S, spielen Sie gerne Computerspiele?

S: Gelegentlich spiele ich eine Runde Counterstrike oder Half Life 2, da das die Spiele sind, die meiner Art von Terrorismusbekämpfung am nähsten kommen. Das schnelle Eingreifen diverser Spezialeinheiten in Counterstrike ist das Nonplusultra der Effektiven Verteidigung des Staates; das direkte und unbürokratische Handeln der Combine Polizisten in Half Life 2 sollte jedem Land, welches die Verfassungsmäßigen Rechte seiner Bürger schützen möchte ein Vorbild sein.

B: Denken Sie nicht, dass derart weitgehende Befugnisse der Polizei die Sicherheit des Bürgers gefährden würden?

S: Nunja, wissen Sie: Grundsätzlich ist jeder Bürger schuldig, bis er seine unschuld bewiesen hat. Denn das ist die Realität. Darum kann die Polizei, wenn mal wieder von der Schusswaffe gebrauch gemacht wird, quasi garnicht den oder die falschen treffen. Darum bin ich für die Abschaffung der kleineren Dienstpistole und anstelledessen für die Einführung von handlichen Waffen, welche größere Magazine und Schussfrequenz besitzen, da dies zu einer schnelleren bekämpfung der Straftäter führt.

B: Sind Sie sich bewusst, dass dem auch viele Unschuldige zum Opfer fallen würden?

S: Erstens: Da wo gehoblet wird, da fallen Späne. Zweitens: Niemand ist unschuldig, bis er mir das nicht bewiesen hat. Das heißt also, sollte jemand von Polizisten getroffen werden, ohne Vorher schriftlich stichhaltige Beweise für seien Unschuld eingereicht zu haben, ist Schuldig.

B: Ich danke für dieses offene Gespräch

S: Wird eh’ zensiert.

Ähnlichkeiten mit lebenden Personen sind rein Zufällig! 

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