Philosophie: Kann die CDU zu weit Rechts sein?

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Veröffentlicht von Blohmi | Kategorie: Kulturbolschewismus | Datum: 13.04.2007

Tja, vor kurzem ist einmal wieder ein CDU-Politiker ins Fettnäpfchen getreten und hat sich sogar für die CDU zu weit Rechts positioniert. Auch wenn es komisch klingt, aber trotzdem geht es. (Unverhofft kommt oft)

Ihr habt bestimmt schon vom diesem “kleinen” Fehltritt nach Rechts von Günther Oettinger gehört. Er hat eine Grabrede auf einen ehemaligen NS-Marinerichter gehalten, der die Hinrichtung mehrerer Menschen befohlen und damit zu verantworten hat.

Aber das führt mich zu mehreren Fragen:

Wieso lungert der da überhaupt rum? Hans Filbinger, der Nazirichter, war einmal Ministerpräsident von Baden-Würtemberg (gewusst?) und kam irgendwann in den wilden 70s ins schlingern, weil ans Licht kam, dass es gerne mal das eine oder andere Todesurteil sprach. An sich in Baden-Würtemberg ja noch nichts Ungewöhnliches, aber in seinem Fall führte es halt so weit, dass er zurücktreten musste. Shit happens.

Aber nun gut: Der intelligente Politiker von heute denkt sich eigentlich folgendes: “Hans Filbinger ist tot? Aha.” Wirft einen Blick in die Wikipedia und erkennt, dass der halt mal Politiker und Nazi-Vollstrecker war. Preisfrage: Wer würde sich mit einem sehen lassen, der wegen seiner Nazi-Kontakte das Amt erlassen musste? Natürlich bis auf die NPD oder DVP oder wie sie alle heißen.

Da war der Oettinger wohl ein wenig verwirrt und hat sich damit bei niemandem so richtig beliebt gemacht. So kann es falsch laufen, wenn man beim rechten Flügel Stimmen fangen will. Was sagt wohl Hubertus Heil (ein wunderschöner Name) dazu?

Oder Herta Däubler Gmelin? Oder Cajus-Julius Caesar? Oder andere Politiker mit lustigen Namen?

Mhmm, naja, jedenfalls war dieser Auftritt ein so dermaßen schlimmer Griff ins Klo, dass nicht einmal die FDP auf Stimmenfang war, und das soll etwas heißen.

Schönerweise ist die CDU immer wieder zum lachen gut.

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Kommentare (3)

Filbinger war sowohl Nazi als vor allem auch Karrierist. Karrierist war er aber wohl noch mehr als Nazi. Diese Eigenschaft, die eigene Ideologie immer an den zeitgeistigen Autoritäten zu orientieren, ist typisch für den deutschen Untertanengeist. Heute drückt sich dieser in einem ziemlich inhaltslosen, aber dafür schon fast zur Religion erhobenen Kampf gegen rechts aus.Wer heute Widerstand gegen die Irrungen der Zeit, nämlich Extremkapitalismus und multikulturelle Egalisierungsideologie, leisten will, kommt um die Wahl der NPD kaum herum. Die heutigen Karrieristen laufen den Verirrungen der heutigen Zeit genauso gleichgeschaltet nach wie seinerzeit Filbinger dem Nationalsozialismus.

Naja, ich denke mal, sogut wie jeder der damaligen Offiziere hat sich angepasst. Viele haben sich ins spätere System integriert.
Trotzdem sind die, die im Namen des 3. Reiches Urteile vollstreckt haben für ihre Taten verantwortlich.
Darum bezeichne ich meiner Meinung nach Filbinger richtigermaßen als Nazi. Denn zwischen Nazi und einfachem Mitläufer kann man keinerlei Unterschiede erkennen, denn ist es wichtig, ob ein Todesurteil nur aus Opportunismus oder aus Überzeugung vollstreckt wurde?

Des weiteren:
Demokratische Parteien sind keine Irrungen, sondern absolut nötig. Man kommt um die Wahl der NPD sehr einfach herum, indem man nachdenkt.

Wenn ich dann auch einmal meinem Senf dazugeben dürfte:
Sehr geehrter Herr Kurbjuhn,
wenn ich sie richtig verstanden habe, soll Herr Filbringer in ihren Augen mehr “Karrierist” als ein richtiger Nazi gewesen sein (wie ich im Übrigen durch einen Blick in ihren Blog sehen konnte, beherrschen sie Copy&Paste sehr gut…). Die Tatsache jedoch, die eigenen Karriereweg in diesem Fall mit Leichen zu pflastern (oder mindestens mit Urteilen die nicht mit den Menschenrechten konform gehen) um dem vorherrschenden politischen Ansichten gerecht und damit eventuell anerkannt zu werden, rechtfertigt nicht ihren Versuch, Herrn Filbringer als einen “Mitläufer” oder in ihrem Worten als “Karrierist” darzustellen-dieser Begriff gehört verbannt-entweder steht man zu seiner Überzeugung oder nicht-die Begründung, es haben ja alle so gemacht, ist keine Entschuldigung-schließlich hat man ja mitgemacht und hat allein die Konsequenzen für sein Handlen zu tragen. Und wer dabei als Marinerichter über Freiheit oder Knast-eventuell sogar über Leben und Tod (ich weiß nicht mit Sicherheit ob es so war) zu entscheiden hatte, der ist auch dafür verantwortlich-und zwar zu 100%.
Ich möchte mich zudem zu dem von ihnen genannten “Extremkapitalismus” äußern, der ja mit ein Grund dafür sein soll, die NPD zu wählen. Sicherlich gibt es weltweit Auswüchse des kapitalistischen Systems, die auch ich so nicht toleriere-aber ich vermute mal, dass der NPD die Arbeitsbedingungen z.B. tausender Arbeitnehmer in Südostasien, die z.B. LCD-Fernseher zusammenschrauben, relativ egal sind-im Gegenzug fordert sie für die “deutschen” Arbeitnehmer mehr Arbeitsplätze-lässt aber, was ich besonders lächerlich finde, ihre Parteizeitung in Polen drucken.
Wie ich übrigens beim Nachschlagen des Wortes “Egalisierungsideologie” bemerkt haben, haben sie auch im den Blog der österreichischen Ausgabe der Zeit auf “Einfügen” gedrückt-Gute Arbeit!! Gleichschaltung ist natürlich etwas vollkommen anderes….. in diesem Sinne: Wehret den Anfängen und falschverstandene Toleranz ist sowohl in unserer Beziehung zu Migranten aber besonders gegenüber Andersdenkend-Intoleranten ein Problem!

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